Umfrage des Monats 09/10
Müssen sich Verkehrsbetriebe mehr für den Erhalt typischer Straßen- und Stadtbahnwagen engagieren?
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STRASSENBAHN MAGAZIN Special |
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An der Saale ist der Ring geschlossen
Mitte Dezember 2009 ging an der Saale der Straßenbahn-Neubauabschnitt zwischen dem Bahnhof Göschwitz und Burgau in Betrieb. Gleichzeitig trat ein neues Liniennetz in Kraft
Am 16. Dezember 2009 wurde die Straßenbahnneubaustrecke vom Bahnhof Göschwitz nach Burgau offiziell in Betrieb genommen. Mit diesem Ringschluss (Lobeda-West – Burgau) fand das Anfang der 1990er-Jahre begonnene Großprojekt »Modernisierung und Ausbau des Straßenbahnnetzes in Jena« seinen (vorläufigen) Abschluss. Dabei wurden die Bestandsstrecken von Grund auf erneuert und 1993 der Bau der Strecke nach Lobeda begonnen.
Bereits damals war auch eine Anbindung des Bahnhofs Göschwitz und des sich auf dem Gelände des ehemaligen Carl-Zeiss-Betriebs entwickelnden Gewerbegebietes angedacht, welches damals aber noch lange nicht die heutigen Dimensionen hatte. Um die standardisierte Bewertung für die Straßenbahnanbindung Lobedas nicht zu gefährden, wurde dieser Teil erst einmal wieder aus dem Projekt herausgenommen.
Netzausbau ohne zusätzliche Straßenbahnfahrzeuge
Im Laufe der Jahre entwickelte sich das Gewerbegebiet aber rasant; gegenwärtig sind hier in über 160 Unternehmen etwa 6.000 Mitarbeiter beschäftigt. Die Busse der dort verkehrenden Linie 13 standen auf den völlig überlasteten Straßen ständig im Stau. Durch die Interessengemeinschaft Gewerbegebiet Jena-Süd wurde daher energisch eine Straßenbahnanbindung gefordert. Da die Bewertung positiv ausfiel, konnten die entscheidenden Stellen überzeugt und mit Planung und Vorbereitung des Baus begonnen werden. Ein entscheidendes Kriterium dafür war die Aussage des Nahverkehrsbetreibers JeNah, für den Betrieb dieser Straßenbahn-Neubaustrecke keine zusätzlichen Straßenbahnfahrzeuge anschaffen zu müssen


















