STRASSENBAHN MAGAZIN Umfrage des Monats 02/2012
Soll der zum 11. Dezember eingestellte Nordast der Nürnberger Straßenbahnlinie 9 reaktiviert werden?
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Kennzeichen: klar und eckig
Der P-Wagen in Frankfurt am Main: Für den Mischbetrieb im Tunnel und auf oberirdischen Strecken brauchte die Mainmetropole ein neues Fahrzeug. Ein Porträt von Alexander Piesenecker
Die in Frankfurt als Typ »P« bezeichneten Fahrzeuge werden in der südanatolischen Stadt Gaziantep für ein geplantes Stadtbahnnetz benötigt. Die Millionenstadt Gaziantep, etwa 50 Kilometer nördlich der syrischen Grenze und 100 Kilometer vom Mittelmeer entfernt, besaß bislang nur einen Omnibusbetrieb. Nun sollen die hessischen Fahrzeuge den Start des schienengebundenen Nahverkehrs erleichtern – und wie einst in ihrer Heimatstadt neue Maßstäbe setzen.
Frankfurt am Main folgte in den 1960er-Jahren dem Trend der Zeit, die Straßenbahn in eine U-Bahn umzuwandeln und in der Innenstadt in Tunnelröhren zu verlegen. Im Oktober 1968 wurde die erste, als A-Strecke bezeichnete U-Bahn-Linie von der Hauptwache zur Nordweststadt (mit einer Tunnelstrecke zwischen Hauptwache und Miquel-/Adickesallee) eröffnet, der Bau der zweiten Strecke lief bereits. Hierbei handelte es sich um die B-Strecke zwischen den unterirdischen Stationen Theaterplatz (heute: Willy-Brandt-Platz), Römer (heute: Dom/Römer) und Konstablerwache. Dabei wurde die ursprünglich geplante provisorische Rampe zwischen Theaterplatz und Hauptbahnhof in der Gutleutstraße nicht realisiert. Man entschied sich statt dessen gleich für die endgültige Lösung einer gemeinsamen U- und S-Bahnstation unter dem Hauptbahnhof, die bis Mai 1978 entstand. Auf der anderen Seite der B-Strecke ging es aber nicht ohne Rampe. Da eine längere Tunnelstrecke aus Kostengründen ausschied, musste diese am Scheffeleck die Verbindung von der unterirdischen Station Konstablerwache zu der bestehenden Straßenbahnstrecke in der Eckenheimer Landstraße herstellen. Hier fanden die Planer der U-Bahn einen Kompromiss zwischen einem reinen U-Bahn-Betrieb und dem vorhandenen Netz der Straßenbahn. Schon auf der A-Strecke wurde der nördliche Teil der Strecke nicht als Tunnelstrecke ausgeführt, sondern oberirdisch. Das sparte Kosten und ermöglichte die raschere Realisierung weiterer Tunnelstrecken, zumindest im Innenstadtbereich.
















