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Im Leichtbau in die Höh’ - Aus Styroporplatten entstehen Hügel und Berge

Mit der Darstellung der Landschaft steht und fällt die Wirkung jeder Modellbahnanlage.





Die Geländegestaltung ist das A und O jeglichen Anlagenbaus. Zur Nachgestaltung bergiger Landschaftspartien, mit denen sich  auch die oft unvermeidlich engen Radien in Form von Tunnelstrecken kaschieren lassen,muss der Modellbahner auf seiner Anlage allerdings deutlich „in die Höhe“ gehen.

Der Landschaftsbau- und Felsgestaltungsmethoden gibt es viele. Doch ein bei jeder Anlage wiederkehrendes Problem ist das Gewicht des verwendeten Baumaterials. Gerade großvolumige Felspartien kommen schnell auf einige Kilo Gewicht. Daher gilt Leichtbau als oberstes Gebot, um den Anlagenunterbau nicht zu sehr zu belasten und das fertige Gebilde dennoch einigermaßen transportabel zu gestalten.

Eine Methode, die sehr schnell zu einem ganz passablen Ergebnis führt, ist der Einsatz des sehr leichten Styropors, das man in unterschiedlichen Stärken und Körnigkeiten im Baumarkt erhält.

Auf eine hölzerne Grundplatte – am besten eignet sich hierfür Sperrholz – klebt man mehrere Lagen des Styropors. Sie bilden die Grundlage für die nachfolgenden Geländeaufbauten. In dieser Phase werden auch schon die Trassen der späteren Gleise und Straßen festgelegt; ihre Oberfläche besteht ebenfalls aus passend zurechtgeschnittenen Styroporplatten. Sie werden auf entsprechende Unterlegblöcke aus dem gleichen Material aufgelegt und mit einem für diesen Werkstoff geeigneten Kleber miteinander verbunden.

Auf die gleiche Weise lassen sich auch sehr schnell Geländeformationen mit Felsnachbildungen gestalten. In diesem Falle werden die in der Höhe versetzt hintereinandergeklebten Styroporplatten mit kleinen Fleischspießen oder Zahnstochern fixiert, bis der Kleber abgebunden hat. Zur zusätzlichen Stabilisierung sollte man allerdings zumindest in den Ecken zusätzliche Stabilisierungsstützen aus Holz vorsehen, die dem ganzen den nötigen Halt verleihen.

Auf dieser Grundlage kann man dann nach Belieben im Fachhandel erhältliche Felsnachbildungen auf Styroporbasis befestigen. Auch sie werden wieder bis zum Aushärten der Klebestellen mit Holzstäbchen fixiert. Anschließend werden die Zwischenräume zwischen ihnen mit einem nicht zu dünnflüssigen Breispachtel verfüllt. Auch pastös angerührtes Moltofill oder Gips ist hierfür geeignet.

In diesem Stadium können auch Mauerplatten, Tunnelportale und ähnliches angebracht werden. Festen Halt finden diese Bauteile ebenfalls durch die Spachtelmasse. Von der Verwendung von Schnellklebern für deren Befestigung ist auf jeden Fall abzuraten: Sie könnten das Styropor angreifen und zu ungewollten Auflösungserscheinungen führen.

Nach dem Austrocknen der Spachtelmasse kann es an die farbliche Nachbehandlung der Gesteinsformationen gehen. Mit unterschiedlichen Schwarz-, Grau- und Weißtönen werden die Felsen nacheinander gestrichen und erhalten dadurch erst eine gewisse Plastizität. Mit ein bisschen Geduld verschafft man ihnen so ein sehr natürliches Aussehen.

Als letzter Schritt folgt nun noch die Begrünung der hügelig-felsigen Geländepartie. Auch hierbei kann der Modellbahner zwischen unterschiedlichen Begrünungsmethoden wählen. Es ist ganz seinen eigenen Vorstellungen überlassen, ob er nun die altbekannten Streumaterialien auf Holzspänebasis oder die gebräuchlichen Grasfasern bevorzugt. Wer höhere Ansprüche an die Landschaftsgestaltung legt, wird aber wohl zu den edlen Produkten von Woodland Scenics greifen.


Checkliste  
   
Schwierigkeitsgrad:
Materialbedarf:
Zeitbedarf: 

▲▲
Teile:
Holzplatte u. -leisten
  Styropor
  Styroporfelsen
  Spachtelmasse
  Holzspieße
  diverse Abtönfarben
  Landschaftsmaterialien
Werkzeuge:
Säge
  Messer
  grobe Feile
  Styroporkleber


Für eine größere Ansicht, klicken Sie bitte auf das jeweilige Bild.

Eine Sperrholzplatte dient als Untergrund für den Geländeaufbau aus Styropor
Gleis- und Straßentrassen legt man aus Styroporplatten und -stützen an
Um in die Höhe zu gelangen, werden Styroporplatten hintereinander geklebt und mit Holzspießen fixiert
Felsrohlinge werden auf der Rückseite mit Leim bestrichen und bis zu dessen Abbinden mit Holzspießen in ihrer Position gehalten
Die Zwischenräume der Felsen überzieht man mit Spachtelmasse und gleicht dabei bestehende Unebenheiten aus
Stück für Stück wächst die Geländeformation der Anlage heran. Schraubzwingen und Holzstäbe sichern das Ganze vorerst
An den Standorten der Gebäude sieht man waagerechte Styroporplatten vor
Bei Tunnelstrecken verkleidet man die gesamte Tunnelröhre mit Pappe, die auch als Basis für den Geländeüberbau dient
Um größere Höhen zu erreichen, empfiehlt sich der Einsatz von Holzklötzchen, die zudem für eine bessere Stabilität sorgen
Die fertige Felsformation erhält einen Farbanstrich in verschiedenen Grauschattierungen
Anschließend kann das Gelände nach den eigenen Vorstellungen begrünt werden
Das fast fertige Teilstück wirkt schon recht natürlich
  Das Diorama in seiner ganzen Pracht