Mit Zügen rauf und runter - Selbstbau einer Gleiswendel
Um größere Höhenunterschiede auf der Modellbahnanlage, empfiehlt sich der Bau einer Gleiswendel.Beachten sollte man unbedingt, daß der Durchmesser einer Gleiswendel nicht zu klein gewählt wird, da es sonst zu Probleme mit langen Fahrzeugen kommen kann.
Die Steigung darf nicht zu steil ausfallen, damit sie auch von schwereren Zuggarnituren bewältigt werden kann. Ein Mindest-Höhenabstand zwischen den einzelnen Ebenen muß eingehalten werden. Dieser hängt davon ab, ob die Gleiswendel mit oder ohne Oberleitung betrieben wird.
Bei einer zweigleisigen Wendel sollte der Abstand zwischen den Gleisen so beschaffen sein, dass zwei Züge mit langen vierachsigen Wagen problemlos aneinander vorbeifahren können.
Eine Gleiswendel kann im Selbstbau erstellt oder als Bausatz, den verschiedene Hersteller anbieten, montiert werden. Der Selbstbau lässt sich mit vertretbarem Aufwand und etwas handwerklichem Geschick bewerkstelligen. Nachdem der Radius für die Gleise festgelegt wurde, kann man die einzelnen Etagenbretter aus 8 mm starkem Sperrholz mit der Stichsäge aussägen. Die Breite der Trassenbretter sollte so gewählt werden, daß links und rechts vom Gleis etwa 30 mm Platz bleibt.
Um gleichmäßige Abstände zwischen den Ebenen zu erreichen, werden als vertikale Tragelemente M-8-Gewindestangen verwendet, die man nach Bedarf verlängert oder mit einer Säge kürzt. Die Stangen werden in gleichmäßigem Abstand innen und außen vom Gleis auf einer Grundplatte mit Unterlegscheiben und Muttern von oben und unten festgeschraubt. Um den Stangenabstand auf die einzelnen Ebenen zu übertragen, werden die Trassenbretter übereinander gelegt, mit Schraubzwingen fixiert und die Position der Gewindestangen übertragen. Mit einem M-8-Holzbohrer werden dann die Löcher in das Trassenbretter-Paket gebohrt. Zur Auflage der ansteigenden Trassenbretter werden auf den Gewindestangen pro Ebene und Stange jeweils zwei Muttern in der festgelegten Höhe gegeneinander festgedreht. Darauf werden die einzelnen Bretter für die Steigung gelegt. An den Schnittstellen der Bretter wird zur Stabilisierung ein im gleichen Bogen geschnittenes Brettstück mittig unter den Trassenbrettern angebracht. Anschließend können nun die Gleise auf die Wendelbretter
geklebt werden.
Für die Oberleitung ist 1 mm starker und jeweils auf ca. 240 mm abgelängter Kupferdraht ideal. Im Abstand von 200 mm werden in die Trassenbretter Löcher mit einem 1-mm-Bohrer gebohrt. Die Enden der Kupferdrahtstücke, die zuvor um 20 mm im rechten Winkel vorgebogen wurden, werden durch die Bretter gesteckt und oben so umgebogen, dass sie fest anliegen. Nachdem die Gleiswendel die gewünschte Höhe erreicht hat, müssen nur noch die Leitungen für den Fahrstrom angelötet werden.
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