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Rustikale Modellkiefern - Nadelbäume aus Schafgarbe

Ein bestimmendes Element einer Modellandschaft sind Sträucher, Bäume und Wälder.

Da die Modell-Darstellung bereits von kleineren Baumgruppen je nach Fabrikat sehr teuer werden kann, sei hier als kostengünstige Alternative die Selbstherstellung von Bäumen gezeigt. Sie kann entweder mit echtem, d.h. in der Natur vorkommendem, oder künstlichem Material erfolgen.

Zur ersten Methode gehört die Verwendung von getrockneten bzw. präparierten Pflanzen, wie sie z.B. in Bastelläden oder bei Floristen preiswert erhältlich sind. Für die Nachbildung von Kiefern eignet sich recht gut die allgemein bekannte Pflanze Schafgarbe, mit lateinischem Namen als Achillea bezeichnet. Sie wird mit größeren oder kleineren Blütenständen angeboten und ist somit für verschiedene Nenngrößen verwendbar.

Kiefern findet man sowohl in Gruppen als auch als freistehende Bäume. Ihr Stamm ist lang und bei in Gruppen stehenden Kiefern deutlich dünner als bei freistehenden Exemplaren. Diese zeigen auch einen stärkeren Astansatz. Die untere Hälfte der Stämme ist gewöhnlich graubraun gefärbt und geht nach oben verlaufend in ocker, rot und braun über. Die Krone ist relativ locker, bei freistehenden Bäumen dichter und üppiger. Die Farbe der Krone ist dunkelgrün, wobei Beleuchtung, Jahres- und Tageszeit eine wesentliche Rolle spielen. Die Höhe der Bäume ist naturgemäß unterschiedlich. Sie kann je nach Art und Standort bis zu 50 m betragen.

Anhand dieser Vorbildinformationen erfolgt die Modellgestaltung. Die bereits präparierten Pflanzen werden auf die vorgesehene Höhe geschnitten. Die verbleibenden Stielreste sollten nicht in den Abfall wandern. Aus ihnen lassen sich Stämme nachbilden, die als Dekoration für Holzrampen bzw. als Ladegut auf Rungenwagen und Lkw dienen. Bei einer angenommenen Vorbildhöhe eines Baumes von etwa 20 m muß die Modellkiefer für die Nenngröße N eine Höhe von 125 mm aufweisen, für TT beträgt sie 167 mm und    für H0 ergeben sich 230 mm.

Nach dem ersten Zuschnitt sollte eine Stellprobe vorgenommen werden, da die modellgerechte Höhe im direkten Vergleich mit Gebäuden und vor allem Fahrzeugen gewöhnungsbedürftig sein kann. Im Zweifelsfall kann der Stamm den eigenen Vorstellungen entsprechend nochmals gekürzt werden. Die Stiele erhalten nun ihre Farbgebung mit Plakafarben. Entsprechend den Vorbildangaben bildet ein helles Braun den Untergrund des Stammes. In gleicher Weise werden die feinen Ästchen der Krone behandelt. Der Stamm erhält anschließend, allmählich nach unten verlaufend, eine dunkelbraune Farbtönung, die schließlich in ein gebrochenes Graubraun übergeht. Das Aussehen der Oberseite der Krone kann erforderlichenfalls mit verschiedenen Grüntönen belebt werden. Nach der Farbgebung können die Modellkiefern einzeln oder als Wäldchen aufgestellt werden.




Checkliste  
   
Schwierigkeitsgrad:
Materialbedarf:
Zeitbedarf:


Teile: Schafgarbe (Achillea)
Plakafarben
Werkzeuge:  Lineal
Schere
Pinsel


Für eine größere Ansicht, bitte auf das jeweilige Bild klicken!

Das Ausgangsmaterial Das Ausgangsmaterial für die „Kiefernproduktion“ sind Blütenstände der Schafgarbe
Die Höhe der künftigen Kiefern wird durch die Nenngröße und den Standort (Vorder- oder Hintergrund) bestimmt
Der Stamm erhält durch den Auftrag ineinander verlaufender verschiedener Farbtöne sein typisches Aussehen
Während auch die Äste eingefärbt sind, kommt die Krone mit wenig Farbgestaltung aus
Das Werkzeug Übriggebliebene „Stämme“ können als Ladegut verwendet werden